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Karfreitag – Ein Tag voller Trost und Hoffnung

Karfreitag – ein Tag, der vielen Menschen seit jeher als still, schwer und von ernster Stimmung geprägt in Erinnerung ist. Auch Christiane, Krankenschwester und Theologin, verbindet mit diesem besonderen Feiertag prägende Kindheitserinnerungen: Menschen in schwarzer Kleidung, ernste Gesichter und der Blick auf den gekreuzigten Jesus, der ihr damals kaum zu ertragen schien.

In ihrer Andacht in der Villa Grüntal gelingt es ihr jedoch, diesen traditionellen Bildern eine neue, tröstliche Perspektive entgegenzustellen. Sie erzählt, wie sich ihr Verständnis von Karfreitag im Laufe ihres Lebens gewandelt hat – nicht zuletzt durch die eindrucksvolle Musik der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Daraus entstand für sie ein neues Bild: eines von Nähe, Geborgenheit und Liebe.

Christiane beschreibt Jesus als einen Halt, der trägt – im Leben wie im Sterben. Im Leben dürfen wir in seine Arme laufen, die uns Sicherheit, Stärke und Fürsorge schenken. Und auch im Sterben, so ihre Worte, hält er uns und trägt uns weiter – hinein ins ewige Leben, ins Paradies. Die am Kreuz ausgestreckten Arme werden so zu einer Einladung: zu Vertrauen, zu Nähe und zu Trost. Arme, in die wir uns jederzeit fallen lassen dürfen.

Diese berührende Botschaft veränderte auch die Atmosphäre der Andacht spürbar. Karfreitag wurde in der Villa Grüntal nicht als dunkler, bedrückender Tag erlebt, sondern als ein Moment der Hoffnung – getragen von Liebe, Gemeinschaft und innerem Frieden.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner nahmen an der Andacht teil. Es wurde zugehört, mitgefühlt – und vor allem miteinander geteilt. Die anschließenden Begegnungen waren geprägt von Herzlichkeit: Umarmungen, die Trost spendeten, Nähe vermittelten und die Kraft der Gemeinschaft spürbar machten.

So wurde Karfreitag in der Villa Grüntal zu einem Tag, der nicht nur an Leid erinnert, sondern vor allem eines sichtbar macht: die verbindende Kraft der Liebe.